Claudia Terlunen hat seit einiger Zeit einen Garten, weil ihr Sohn nicht auf der Straße spielen soll, sondern im Grünen.
Unbedarftes Graben, anarchistisches Aussäen und antizyklisches Ernten stehen am Anfang ihrer schrebergärtnerischen Aktivitäten. Doch schon bald experimentiert sie mit dem Wechselspiel von Blumenfarben, baut einen Baldachin und „verpflanzt“ einige ihrer Skulpturen und Sträucher. Aus dem ehemals verwilderten Garten ist mittlerweile ein kleines Gesamtkunstwerk geworden. (Wenn das Herr Dr. Schreber sehen könnte.) Für Claudia Terlunen ist diese Vorgehensweise charakteristisch..
Denn die zurückhaltend wirkende Künstlerin sprudelt immer dann vor Energie, wenn es um das Gestalten von Räumen geht, egal, ob die ein-, zwei-. oder dreidimensional sind. Sie nutzt jede Fläche und benutzt jedes Material. Sie überklebt und reißt ab. Sie verfilzt und ätzt, sie leimt und sägt und überklebt erneut. Sie malt, kratzt, zeichnet, wachst, schichtet und dekoriert. Sie benutzt Stoffe, Farben, Folien, Tuschen, Polyacrylgewebe, Hölzer, Metalle und …vor allem ihr kreatives Potential.
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